3D DJI Mission Planner Online-Handbuch · Studio 2026

ONLINE-HANDBUCH

3D DJI Mission Planner

Dieses Handbuch beschreibt den vollständigen Arbeitsablauf – vom Zeichnen einer Orbit-, Polygon- oder Kartierungsmission bis zum Export und zur Übertragung auf die DJI RC2.

Grundprinzip: Zuerst Drohne und Höhenmodus wählen, danach die Mission erstellen, kontrollieren, sinnvoll aufteilen und erst anschließend exportieren.

Kapitel 1

Oberfläche und Drohnenauswahl

Links befinden sich Missionstyp und Eingabefelder, in der Mitte die Karte und rechts die Missionsinformationen. Über die seitlichen Symbole werden Standort, Kartenebene, 3D-Ansicht, Wegpunkttabelle und Höhenprofil geöffnet.

MissionstypPolygon, Orbits oder Kartierung auswählen.
DrohneDJI Air 3S 24/70 mm, Mavic 2 Pro oder Mavic 2 Zoom wählen.
KarteFläche, POI und Startmarker direkt positionieren.
KontrolleRoute, Fotos, Gimbal, Zeit und Höhen vor dem Export prüfen.
Wichtig: Das Kameraprofil beeinflusst Bildbreite, Fotoabstand, Linienabstand und damit die gesamte Mission. Die ausgewählte Kamera muss zur tatsächlich verwendeten Kamera passen.
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Kapitel 2

ATL, AGL und Startmarker

ATL – über Takeoff: Alle angegebenen Höhen beziehen sich auf die Höhe des tatsächlichen Abflugpunkts. Die Fluglinie bleibt auf derselben relativen Höhe, auch wenn das Gelände darunter steigt oder fällt.

AGL – über Grund: Die Flughöhe wird an das Gelände angepasst. Der Planer berechnet die relative Wegpunkthöhe aus Geländehöhe und Startreferenz.

  • ATL eignet sich für Gebäude und Objekte, bei denen horizontale Aufnahmeebenen gewünscht sind.
  • AGL eignet sich für Gelände und Flächen, bei denen ein weitgehend gleichbleibender Bodenabstand wichtig ist.
  • Bei ATL dient der Startmarker als optische Startplatzhilfe.
  • Bei AGL muss der Startmarker an der tatsächlichen Abflugposition liegen, damit die Höhenberechnung stimmt.
Startreferenz: Weicht die tatsächliche Abflugposition beim AGL-Flug deutlich vom gesetzten Startmarker ab, können alle berechneten relativen Höhen falsch sein.
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Kapitel 3

Multi-Orbit-Mission erstellen

  1. Orbits als Missionstyp wählen.
  2. Den POI in der Objektmitte setzen.
  3. POI-Höhe als gewünschte vertikale Blickreferenz eingeben.
  4. Für jede Ebene Höhe, Radius, Geschwindigkeit und Aufnahmeoption festlegen.
  5. Wegpunkte beziehungsweise Fotodichte kontrollieren und die Mission erstellen.

Jeder Orbit wird farbig dargestellt. Radius und Höhe können pro Ebene unterschiedlich sein. Bei einem Gebäude können untere Umläufe näher und obere Umläufe weiter außen liegen, sofern Hindernisse und Bildkomposition dies erlauben.

POI-Höhe: Sie legt fest, auf welche Höhe die Kamera blickt. Eine niedrigere Referenz kann bei tiefen Orbits einen leicht aufwärts gerichteten Blick und bei höheren Orbits zunehmend steilere Abwärtswinkel erzeugen.
Vor dem Flug Bäume, Masten, Dächer und mögliche seitliche Hindernisse entlang jedes Radius prüfen.
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Kapitel 4

Polygon-Mission mit mehreren Ebenen

Polygon-Missionen erzeugen geschlossene Aufnahmewege innerhalb einer frei gezeichneten Fläche. Mehrere Ebenen ermöglichen Fassaden- und Objektaufnahmen aus unterschiedlichen Höhen.

  1. Polygon wählen und die Eckpunkte in der Karte setzen.
  2. Mit Doppelklick schließen.
  3. POI und gewünschte POI-Höhe festlegen.
  4. Für jede Ebene Flughöhe, Fotoaktion und Abstände einstellen.
  5. Eckpunkte bei Bedarf nachträglich ziehen.

Die Optionen Auto, Meter und Sekunden bestimmen, wie Fotos ausgelöst werden. Bei wegpunktgebundenen Aufnahmen entspricht jeder Fotopunkt einer eindeutigen Aufnahmeaktion.

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Kapitel 5

Nadir-Kartierung und Kreuzraster

Bei Nadir zeigt die Kamera mit −90° senkrecht nach unten. Der Planer füllt die gezeichnete Fläche mit parallelen Bahnen und berechnet Linien- und Fotoabstand aus Höhe, Kamera und Überlappung.

  1. Kartierung wählen und Aufnahme auf Nadir oder die gewünschte Kombination stellen.
  2. Fläche zeichnen und schließen.
  3. Höhe, Geschwindigkeit, vordere und seitliche Überlappung eingeben.
  4. Flugrichtung so drehen, dass unnötig kurze Bahnen und Wendemanöver vermieden werden.
  5. Route, Fotomenge und Flugzeit kontrollieren.

Ein Kreuzraster kombiniert zwei um 90° versetzte Nadir-Routen. Es liefert zusätzliche Blickgeometrie und kann für detailreiche Dächer oder komplexe Oberflächen hilfreich sein.

Automatische Fotoauslösung: Bei Nadir-Kartierung und Kreuzraster legt der Planer die Fotopositionen automatisch anhand der berechneten Überlappung fest. An diesen Punkten wird im DJI-KMZ eine Fotoaktion eingetragen; die Aufnahmen werden während des Missionsflugs automatisch ausgelöst.
Für klassische Kartierung sind etwa 80 % Überlappung vorne und 70 % seitlich ein bewährter Ausgangspunkt. Das ist kein festes Qualitätsversprechen; Motiv, Textur, Licht und Software bleiben entscheidend.
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Kapitel 6

Schrägaufnahme mit fünf Richtungen

Die Schrägkartierung ergänzt eine Nadir-Route um vier seitlich versetzte Blickrichtungen. Die Richtungsnamen Nord, Ost, Süd und West bezeichnen im Planer die Position der Flugroute um das Aufnahmegebiet.

  • Route 1: Nadir mit Gimbal −90°.
  • Route 2–5: Schrägrouten mit einstellbarer Gimbalneigung, beispielsweise −60°.
  • Für Nadir und Schräg können eigene vordere und seitliche Überlappungen verwendet werden.
  • Der Rand erweitert die Flugfläche, damit auch am Polygonrand vollständige Bildabdeckung entsteht.
Schrägrouten führen außerhalb oder am Rand der gezeichneten Objektfläche entlang. Deshalb den gesamten Flugkorridor und nicht nur das Polygon auf Hindernisse prüfen.
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Kapitel 7

Fotoabstände und Überlappung

Der Planer berechnet Foto- und Linienabstände aus Kamerasensor, Brennweite, Bildformat, Flughöhe und Überlappung. Eine höhere Überlappung erzeugt kleinere Abstände und mehr Aufnahmen.

VorneÜberlappung auf derselben Fluglinie.
SeitlichÜberlappung zwischen benachbarten Linien.
GimbalBeeinflusst den projizierten Bildausschnitt bei Schrägaufnahmen.
Bildformat4:3 und 16:9 verändern den nutzbaren Bildausschnitt.

Für Gaussian Splatting zählt nicht nur der Prozentwert. Jeder relevante Objektpunkt sollte aus mehreren Blickrichtungen sichtbar sein. Gleichmäßiges Licht, scharfe Fotos, abwechslungsreiche Perspektiven und ausreichende Textur sind ebenso wichtig.

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Kapitel 8

Aktionen an Wegpunkten

Im Bereich Aktionen wird festgelegt, was die Drohne beim Erreichen eines bestimmten Wegpunkts ausführt. Über das Plus-Symbol können mehrere Einzelaktionen angelegt werden.

FotoAm ausgewählten Wegpunkt wird ein einzelnes Foto aufgenommen.
Start VideoDie Videoaufnahme beginnt am ausgewählten Wegpunkt.
Stop VideoEine laufende Videoaufnahme wird am ausgewählten Wegpunkt beendet.
AlleWeist automatisch jedem Wegpunkt eine Fotoaktion zu.

Aktion für einen einzelnen Wegpunkt

  1. Mit + eine neue Aktion anlegen.
  2. Foto, Start Video oder Stop Video auswählen.
  3. Den gewünschten Wegpunkt aus der Liste wählen.
  4. Für weitere Wegpunkte zusätzliche Aktionen anlegen.

Auswahl „Alle“

Wird Alle aktiviert, setzt der Planer die Aktion Foto auf sämtliche Wegpunkte der Mission. Der Aktionstyp und die Wegpunktauswahl werden dabei gesperrt, damit die Zuweisung eindeutig bleibt.

Wichtig: „Alle“ ist ausschließlich für Fotoaktionen vorgesehen. Die Auswahl kann nur verwendet werden, wenn keine weiteren Einzelaktionen vorhanden sind. Umgekehrt können nach der Auswahl „Alle“ keine zusätzlichen Aktionen ergänzt werden.
Kartierungsmissionen: Bei Nadir-, Kreuzraster- und Schrägkartierungen erzeugt der Planer die benötigten Fotoaktionen bereits automatisch an den berechneten Fotopositionen. Eine zusätzliche manuelle Auswahl „Alle“ ist dafür normalerweise nicht erforderlich.
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Kapitel 9

Kartenansichten und 3D-Gelände

Zwischen Straßenkarte und Satellitenansicht kann jederzeit gewechselt werden. Missionslinien, Eckpunkte, Wegpunkte und Startmarker bleiben dabei erhalten. Die 3D-Ansicht hilft, Geländeformen und geplante Höhen räumlich einzuschätzen.

  • Adresssuche zum schnellen Positionieren verwenden.
  • Satellitenansicht für Gebäudegrenzen und Vegetation kontrollieren.
  • Straßenkarte für Wege, Orientierung und übersichtliche Routenprüfung nutzen.
  • 3D-Gelände nur als Planungshilfe betrachten; Daten können veraltet oder ungenau sein.
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Kapitel 10

Missionsinformationen und Flugzeitwarnung

Die Missionsinfo fasst Wegpunkte, Fotos, Strecke, Flugzeit, Ebenen beziehungsweise Routen und die erwartete KMZ-Aufteilung zusammen. Bei Kartierungen werden zusätzlich Nadir- und Schräg-Foto-/Linienabstände angezeigt.

Die vorläufige Akkuwarnung richtet sich nach der ausgewählten Drohne:

  • DJI Air 3S: Warnlimit 30 Minuten.
  • DJI Mavic 2 Pro und Zoom: Warnlimit 15 Minuten.
Die Zeit ist eine Planungsschätzung. Wind, Temperatur, Steigflug, Rückweg, Akku-Zustand und automatische DJI-Sicherheitsfunktionen können die tatsächliche Flugzeit deutlich verändern.
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Kapitel 11

Wegpunkttabelle und Karteninformationen

Die Wegpunkttabelle zeigt Nummer, Position, Höhe, Heading, Gimbal und Fotoaktion. In der Karte erscheinen dieselben Angaben beim Überfahren oder Anklicken eines Wegpunkts.

  • Ungewöhnliche Höhensprünge erkennen.
  • Gimbalwinkel und Blickrichtung stichprobenartig prüfen.
  • Kontrollieren, ob Fotopunkte tatsächlich eine Fotoaktion besitzen.
  • Übergänge zwischen Ebenen oder Kartierungsrouten nachvollziehen.
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Kapitel 12

Farbiges Höhenprofil

Das Diagramm zeigt die Fluglinie farbig nach Ebene beziehungsweise Route und darunter das Gelände in einer zweiten Farbe. Beschriftete Wegpunkte erleichtern die Zuordnung zwischen Karte, Tabelle und Profil.

Besonders bei AGL-Missionen auf Steigungen prüfen, ob die berechnete Fluglinie plausibel ist. Bei ATL-Missionen bleibt die Sollhöhe relativ zum Takeoff-Punkt konstant.
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Kapitel 13

Mission speichern und laden

In der Studio-Version kann beim Speichern und Laden zwischen PC und Datenbank gewählt werden. Die Datenbank ermöglicht den Zugriff auf Missionen von verschiedenen angemeldeten Geräten.

  1. Speichern wählen.
  2. PC für eine lokale GSM-Datei oder Datenbank für geräteübergreifenden Zugriff auswählen.
  3. Einen eindeutigen Missionsnamen vergeben.
  4. Beim Laden die gewünschte Quelle wählen.
  5. Nach dem Laden Drohne, Höhenmodus, Startmarker und Missionseinstellungen kontrollieren.
Gespeicherte Missionen ersetzen keine Sicherung der exportierten KMZ-Dateien. Projektdateien und tatsächlich geflogene Exportversionen sinnvoll archivieren.
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Kapitel 14

CSV-, KML- und KMZ-Export

CSVTabellarischer Export der Wegpunkt- und Missionsdaten.
KMLRoute zur Sichtkontrolle, beispielsweise in Google Earth.
KMZDJI-Wegpunktmission für den weiteren Einsatz auf der RC2.
PC / DatenbankJe nach Export kann lokal heruntergeladen oder in der Missionsdatenbank gespeichert werden.

Vor jedem Export bestätigt ein Hinweis, dass der Startmarker für die Höhenreferenz geprüft und korrekt gesetzt wurde.

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Kapitel 15

DJI-KMZ in Teilmissionen aufteilen

Beim KMZ-Export kann die maximale Wegpunktzahl pro Flug frei gewählt werden – auch wenn die Gesamtmission unter 200 Wegpunkten liegt. Der Planer teilt die vollständige Wegpunktfolge in entsprechend große Dateien.

  • DJI-Grenze: maximal 200 Wegpunkte je KMZ-Teil.
  • Für bessere RC2-Bedienbarkeit sind deutlich kleinere Teile oft sinnvoll.
  • Praktischer Richtwert: ungefähr 40 bis 60 Wegpunkte beziehungsweise eine überschaubare Flugzeit pro Teil.
  • Teile werden fortlaufend benannt und in der Missionsinfo untereinander angezeigt.
Große Missionen mit vielen Wegpunkten und Kameraaktionen können die RC2 stark verzögern. Kleine Teilmissionen erleichtern außerdem Akkuwechsel und einen eindeutigen Neustartpunkt.
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Kapitel 16

RC2 Mission Manager

Der Windows RC2 Mission Manager liest lokale Wegpunktmissionen der verbundenen DJI RC2 ein und ersetzt ausgewählte Platzhalter durch Planner-KMZ-Dateien.

  1. Auf der RC2 für jeden benötigten KMZ-Teil eine kleine Platzhalter-Mission anlegen.
  2. DJI Fly beziehungsweise das Wegpunktmenü verlassen und die RC2 per USB direkt mit dem PC verbinden.
  3. RC2 neu einlesen wählen.
  4. Anhand von Platz, Datum/Uhrzeit, UUID, Wegpunktzahl und RC2-Vorschau die Platzhalter identifizieren.
  5. Gewünschten Startplatz markieren und KMZ-Dateien auswählen.
  6. Planner-Vorschau und neue Wegpunktzahl kontrollieren; Zuordnung bei Bedarf ändern.
  7. Zugeordnete Missionen ersetzen wählen und die Übertragung vollständig abwarten.
  8. RC2 erneut einlesen und anschließend jede Mission auf der RC2 kontrollieren.
Die Gegenüberstellung von RC2- und Planner-Vorschau hilft besonders bei mehreren ähnlich großen Teilmissionen. Der Dateiname der Planner-KMZ wird für eine leichtere Identifikation übernommen.
Keine Sicherung im Manager: Die Original-KMZ bleibt am PC die maßgebliche Quelle. Bei einer fehlerhaften Zuordnung die Platzhalter neu anlegen und erneut übertragen.
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Kapitel 17

Sicherer Ablauf vor dem Flug

  1. Drohne, Kamera, Bildformat und Höhenmodus kontrollieren.
  2. Startmarker am tatsächlichen geplanten Abflugplatz setzen.
  3. Route in Straßen-, Satelliten- und bei Bedarf 3D-Ansicht prüfen.
  4. Höhenprofil, Hindernisse, Gimbalwinkel, Fotos, Wegpunkte und Flugzeit prüfen.
  5. Mission in kleine, eindeutig benannte Teilmissionen aufteilen.
  6. KMZ exportieren und mit dem RC2 Mission Manager übertragen.
  7. Jeden Teil auf der RC2 öffnen und Wegpunktzahl, Vorschau, Höhe und Endaktion prüfen.
  8. Vor Ort Sichtflug, Wetter, Luftraum, lokale Regeln, Akku und Return-to-Home-Höhe erneut bewerten.
Der Planer ist ein Planungswerkzeug. Die Verantwortung für einen sicheren, rechtmäßigen Flug und die abschließende Kontrolle aller Parameter liegt beim Piloten.
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