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3D DJI Mission Planner
Dieses Handbuch beschreibt den vollständigen Arbeitsablauf – vom Zeichnen einer Orbit-, Polygon- oder Kartierungsmission bis zum Export und zur Übertragung auf die DJI RC2.
Kapitel 1
Oberfläche und Drohnenauswahl
Links befinden sich Missionstyp und Eingabefelder, in der Mitte die Karte und rechts die Missionsinformationen. Über die seitlichen Symbole werden Standort, Kartenebene, 3D-Ansicht, Wegpunkttabelle und Höhenprofil geöffnet.
Kapitel 2
ATL, AGL und Startmarker
ATL – über Takeoff: Alle angegebenen Höhen beziehen sich auf die Höhe des tatsächlichen Abflugpunkts. Die Fluglinie bleibt auf derselben relativen Höhe, auch wenn das Gelände darunter steigt oder fällt.
AGL – über Grund: Die Flughöhe wird an das Gelände angepasst. Der Planer berechnet die relative Wegpunkthöhe aus Geländehöhe und Startreferenz.
- ATL eignet sich für Gebäude und Objekte, bei denen horizontale Aufnahmeebenen gewünscht sind.
- AGL eignet sich für Gelände und Flächen, bei denen ein weitgehend gleichbleibender Bodenabstand wichtig ist.
- Bei ATL dient der Startmarker als optische Startplatzhilfe.
- Bei AGL muss der Startmarker an der tatsächlichen Abflugposition liegen, damit die Höhenberechnung stimmt.
Kapitel 3
Multi-Orbit-Mission erstellen
- Orbits als Missionstyp wählen.
- Den POI in der Objektmitte setzen.
- POI-Höhe als gewünschte vertikale Blickreferenz eingeben.
- Für jede Ebene Höhe, Radius, Geschwindigkeit und Aufnahmeoption festlegen.
- Wegpunkte beziehungsweise Fotodichte kontrollieren und die Mission erstellen.
Jeder Orbit wird farbig dargestellt. Radius und Höhe können pro Ebene unterschiedlich sein. Bei einem Gebäude können untere Umläufe näher und obere Umläufe weiter außen liegen, sofern Hindernisse und Bildkomposition dies erlauben.
Kapitel 4
Polygon-Mission mit mehreren Ebenen
Polygon-Missionen erzeugen geschlossene Aufnahmewege innerhalb einer frei gezeichneten Fläche. Mehrere Ebenen ermöglichen Fassaden- und Objektaufnahmen aus unterschiedlichen Höhen.
- Polygon wählen und die Eckpunkte in der Karte setzen.
- Mit Doppelklick schließen.
- POI und gewünschte POI-Höhe festlegen.
- Für jede Ebene Flughöhe, Fotoaktion und Abstände einstellen.
- Eckpunkte bei Bedarf nachträglich ziehen.
Die Optionen Auto, Meter und Sekunden bestimmen, wie Fotos ausgelöst werden. Bei wegpunktgebundenen Aufnahmen entspricht jeder Fotopunkt einer eindeutigen Aufnahmeaktion.
↑ Zurück nach obenKapitel 5
Nadir-Kartierung und Kreuzraster
Bei Nadir zeigt die Kamera mit −90° senkrecht nach unten. Der Planer füllt die gezeichnete Fläche mit parallelen Bahnen und berechnet Linien- und Fotoabstand aus Höhe, Kamera und Überlappung.
- Kartierung wählen und Aufnahme auf Nadir oder die gewünschte Kombination stellen.
- Fläche zeichnen und schließen.
- Höhe, Geschwindigkeit, vordere und seitliche Überlappung eingeben.
- Flugrichtung so drehen, dass unnötig kurze Bahnen und Wendemanöver vermieden werden.
- Route, Fotomenge und Flugzeit kontrollieren.
Ein Kreuzraster kombiniert zwei um 90° versetzte Nadir-Routen. Es liefert zusätzliche Blickgeometrie und kann für detailreiche Dächer oder komplexe Oberflächen hilfreich sein.
Kapitel 6
Schrägaufnahme mit fünf Richtungen
Die Schrägkartierung ergänzt eine Nadir-Route um vier seitlich versetzte Blickrichtungen. Die Richtungsnamen Nord, Ost, Süd und West bezeichnen im Planer die Position der Flugroute um das Aufnahmegebiet.
- Route 1: Nadir mit Gimbal −90°.
- Route 2–5: Schrägrouten mit einstellbarer Gimbalneigung, beispielsweise −60°.
- Für Nadir und Schräg können eigene vordere und seitliche Überlappungen verwendet werden.
- Der Rand erweitert die Flugfläche, damit auch am Polygonrand vollständige Bildabdeckung entsteht.
Kapitel 7
Fotoabstände und Überlappung
Der Planer berechnet Foto- und Linienabstände aus Kamerasensor, Brennweite, Bildformat, Flughöhe und Überlappung. Eine höhere Überlappung erzeugt kleinere Abstände und mehr Aufnahmen.
Für Gaussian Splatting zählt nicht nur der Prozentwert. Jeder relevante Objektpunkt sollte aus mehreren Blickrichtungen sichtbar sein. Gleichmäßiges Licht, scharfe Fotos, abwechslungsreiche Perspektiven und ausreichende Textur sind ebenso wichtig.
↑ Zurück nach obenKapitel 8
Aktionen an Wegpunkten
Im Bereich Aktionen wird festgelegt, was die Drohne beim Erreichen eines bestimmten Wegpunkts ausführt. Über das Plus-Symbol können mehrere Einzelaktionen angelegt werden.
Aktion für einen einzelnen Wegpunkt
- Mit + eine neue Aktion anlegen.
- Foto, Start Video oder Stop Video auswählen.
- Den gewünschten Wegpunkt aus der Liste wählen.
- Für weitere Wegpunkte zusätzliche Aktionen anlegen.
Auswahl „Alle“
Wird Alle aktiviert, setzt der Planer die Aktion Foto auf sämtliche Wegpunkte der Mission. Der Aktionstyp und die Wegpunktauswahl werden dabei gesperrt, damit die Zuweisung eindeutig bleibt.
Kapitel 9
Kartenansichten und 3D-Gelände
Zwischen Straßenkarte und Satellitenansicht kann jederzeit gewechselt werden. Missionslinien, Eckpunkte, Wegpunkte und Startmarker bleiben dabei erhalten. Die 3D-Ansicht hilft, Geländeformen und geplante Höhen räumlich einzuschätzen.
- Adresssuche zum schnellen Positionieren verwenden.
- Satellitenansicht für Gebäudegrenzen und Vegetation kontrollieren.
- Straßenkarte für Wege, Orientierung und übersichtliche Routenprüfung nutzen.
- 3D-Gelände nur als Planungshilfe betrachten; Daten können veraltet oder ungenau sein.
Kapitel 10
Missionsinformationen und Flugzeitwarnung
Die Missionsinfo fasst Wegpunkte, Fotos, Strecke, Flugzeit, Ebenen beziehungsweise Routen und die erwartete KMZ-Aufteilung zusammen. Bei Kartierungen werden zusätzlich Nadir- und Schräg-Foto-/Linienabstände angezeigt.
Die vorläufige Akkuwarnung richtet sich nach der ausgewählten Drohne:
- DJI Air 3S: Warnlimit 30 Minuten.
- DJI Mavic 2 Pro und Zoom: Warnlimit 15 Minuten.
Kapitel 11
Wegpunkttabelle und Karteninformationen
Die Wegpunkttabelle zeigt Nummer, Position, Höhe, Heading, Gimbal und Fotoaktion. In der Karte erscheinen dieselben Angaben beim Überfahren oder Anklicken eines Wegpunkts.
- Ungewöhnliche Höhensprünge erkennen.
- Gimbalwinkel und Blickrichtung stichprobenartig prüfen.
- Kontrollieren, ob Fotopunkte tatsächlich eine Fotoaktion besitzen.
- Übergänge zwischen Ebenen oder Kartierungsrouten nachvollziehen.
Kapitel 12
Farbiges Höhenprofil
Das Diagramm zeigt die Fluglinie farbig nach Ebene beziehungsweise Route und darunter das Gelände in einer zweiten Farbe. Beschriftete Wegpunkte erleichtern die Zuordnung zwischen Karte, Tabelle und Profil.
Kapitel 13
Mission speichern und laden
In der Studio-Version kann beim Speichern und Laden zwischen PC und Datenbank gewählt werden. Die Datenbank ermöglicht den Zugriff auf Missionen von verschiedenen angemeldeten Geräten.
- Speichern wählen.
- PC für eine lokale GSM-Datei oder Datenbank für geräteübergreifenden Zugriff auswählen.
- Einen eindeutigen Missionsnamen vergeben.
- Beim Laden die gewünschte Quelle wählen.
- Nach dem Laden Drohne, Höhenmodus, Startmarker und Missionseinstellungen kontrollieren.
Kapitel 14
CSV-, KML- und KMZ-Export
Vor jedem Export bestätigt ein Hinweis, dass der Startmarker für die Höhenreferenz geprüft und korrekt gesetzt wurde.
↑ Zurück nach obenKapitel 15
DJI-KMZ in Teilmissionen aufteilen
Beim KMZ-Export kann die maximale Wegpunktzahl pro Flug frei gewählt werden – auch wenn die Gesamtmission unter 200 Wegpunkten liegt. Der Planer teilt die vollständige Wegpunktfolge in entsprechend große Dateien.
- DJI-Grenze: maximal 200 Wegpunkte je KMZ-Teil.
- Für bessere RC2-Bedienbarkeit sind deutlich kleinere Teile oft sinnvoll.
- Praktischer Richtwert: ungefähr 40 bis 60 Wegpunkte beziehungsweise eine überschaubare Flugzeit pro Teil.
- Teile werden fortlaufend benannt und in der Missionsinfo untereinander angezeigt.
Kapitel 16
RC2 Mission Manager
Der Windows RC2 Mission Manager liest lokale Wegpunktmissionen der verbundenen DJI RC2 ein und ersetzt ausgewählte Platzhalter durch Planner-KMZ-Dateien.
- Auf der RC2 für jeden benötigten KMZ-Teil eine kleine Platzhalter-Mission anlegen.
- DJI Fly beziehungsweise das Wegpunktmenü verlassen und die RC2 per USB direkt mit dem PC verbinden.
- RC2 neu einlesen wählen.
- Anhand von Platz, Datum/Uhrzeit, UUID, Wegpunktzahl und RC2-Vorschau die Platzhalter identifizieren.
- Gewünschten Startplatz markieren und KMZ-Dateien auswählen.
- Planner-Vorschau und neue Wegpunktzahl kontrollieren; Zuordnung bei Bedarf ändern.
- Zugeordnete Missionen ersetzen wählen und die Übertragung vollständig abwarten.
- RC2 erneut einlesen und anschließend jede Mission auf der RC2 kontrollieren.
Kapitel 17
Sicherer Ablauf vor dem Flug
- Drohne, Kamera, Bildformat und Höhenmodus kontrollieren.
- Startmarker am tatsächlichen geplanten Abflugplatz setzen.
- Route in Straßen-, Satelliten- und bei Bedarf 3D-Ansicht prüfen.
- Höhenprofil, Hindernisse, Gimbalwinkel, Fotos, Wegpunkte und Flugzeit prüfen.
- Mission in kleine, eindeutig benannte Teilmissionen aufteilen.
- KMZ exportieren und mit dem RC2 Mission Manager übertragen.
- Jeden Teil auf der RC2 öffnen und Wegpunktzahl, Vorschau, Höhe und Endaktion prüfen.
- Vor Ort Sichtflug, Wetter, Luftraum, lokale Regeln, Akku und Return-to-Home-Höhe erneut bewerten.